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Begegnung mit einem Atterseehecht in Wien

Atterseehecht im Steirereck

Dass ich vergangenes Wochenende in Wien sein würde, war schon lange geplant. Das Zusammentreffen des Weltklasse-Organisten Cameron Carpenters mit dem Stummfilm „Das Cabinet des Dr. Caligari“ im Wiener Konzerthaus am Samstag war ein Glücksfall und bereits vor Monaten gebucht. Die Zitrustage in Schönbrunn waren sozusagen die Draufgabe. Dort konnte ich doch tatsächlich einen lang gesuchten Meyer-Zitronenbaum (Hochstamm!) käuflich erwerben und die wichtigsten Praxistipps von Orangeriegärtner Heimo Karner aufsaugen.

Der eigentliche Höhepunkt fand allerdings am Freitag statt. Da waren wir von lieben Freunden („Wir kennen uns vom Attersee“*) ins Steirereck im Stadtpark zum Essen eingeladen. Auf der Speisekarte begegnete mir eine Selektion von Atterseefischen, als wären sie mir nachgereist. Sofort entschied ich mich für den Maria Zeller Saibling, Atterseefische – so erklärten wir es Birgit Reitbauer bei der Bestellung – essen wir zuhause genug. Dieser wurde, nach betörenden Grüßen aus der Küche, aufsehenerregend vor meinen Augen mit goldgelbem 90-grädigem Bienenwachs am Tisch gegart. Eine Offenbarung! Noch bevor er fertig war, kam die sympathische Restaurantchefin mit ihrem Handy zurück und hielt mir ein Bild des soeben eingetroffenen Atterseehechtes vor die Augen. Was für ein Prachtexemplar! Wir waren beide glücklich. Und schon hatte ich das Foto auf meinem Handy gespeichert.

Die im Steirereck zu lukullischen Kunstwerken veredelten Fische werden übrigens von Ulli und Manfred Huber (Finest Fish) täglich frisch aus dem See geholt. Neben ihrer Tätigkeit als Steuerberater (so habe ich sie auch einst bei meinem Bruder kennengelernt) fischen sie professionell und leidenschaftlich.

Foto: Restaurant Steirereck Wien

*“Wir kennen uns vom Attersee“. Titel eines Beitrages von Barbara Rosenegger-Bernard aus dem hervorragenden Bildband „Der Attersee. Die Kultur der Sommerfrische“, Christian Brandstätter Verlag.

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