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Gekommen um zu bleiben: das Landhaus zu Appesbach

Terrasse Landhaus zu Appesbach

Was muss das für ein Haus sein, in dem der englische König Edward nach seiner Abdankung auf die Scheidung der geliebten Wallis Simpson wartete? Ein Weltenreich für eine Frau, Diskussionsstoff für Generationen. Und dann St. Wolfgang im Salzkammergut! Als ich am Landhaus zu Appesbach bei der Ortseinfahrt des Pilgerortes vor vielen Jahren das erste Mal vorbeifuhr, wusste ich von King Edward VIII noch nichts, hatte aber bereits eine Spur von Thomas Mann aufgenommen. Der Efeu an der Hausfassade in der parkähnlichen Anlage direkt am See tat sein Übriges. Geschichte lag in der Luft, Literatur und etwas von jener Würde, die Hidden Secrets nun einmal so ausstrahlen: die Magie der Entschleunigung und eine gehörige Portion Sehnsucht nach einem Rückzugsort, wo man einfach sein kann und nichts werden muss. Ein Haus mit hohem Stammkundenpotenzial aus aller Welt. Dieser Eindruck begleitete mich jahrelang.

Und nun war es soweit, die Zeit für eine Gegenüberstellung gekommen. Die Zimmer waren am erwählten Wochenende leider ausgebucht, das Landhaus zu Appesbach (seit zwei Saisonen auch ein feines Mateschitz-Refugium) freut sich gegen Voranmeldung aber auch auf auswärtige Gäste, die die Atmosphäre in sich aufnehmen und die lukullischen Köstlichkeiten von Küchenchef Christian Buhl genießen möchten. Zur Feier des Tages wechselte ich von der Bikehose ins Tostmann-Dirndl. Wir hatten Glück, die sympathische Doris Eisl erwartete uns bereits, führte gekonnt durch das charmante Anwesen und zeigte mir auch die Windsor Suite. Da stand ich also vor dem original Bett König Edwards und glich die von „The Crown“-genährte Phantasie mit der Realität ab. Phantastisch wie eins und eins zusammenkommen. Vor meinem geistigen Auge sah ich „David“ (wie er sich selber nannte) im weißen Bademantel mit einer Zeitung seufzend die Stiege in die tiefer gelegte Badewanne schreiten. An diesem Ort, das ist gewiss, kann man der Realität schnell ledig werden.

Ein letzter Windsor-Blick auf den See und weiter ging es zum lukullischen Teil auf die sonnige Terrasse. Die mediale Berichterstattung der letzten Tage hatte nicht zu viel versprochen. Nach dem Duett vom Forellenfilet (gebraten und kalt geräuchert, frisch aus der Mateschitz-eigenen Fischzucht aus dem Ausseerland ) auf einem Ragout aus Limette und roten Linsen mit sautierten Zucchiniperlen, Aniskresse und Petersilienwurzelschaum und der Weinempfehlung von Gastgeber Edwin Heider wollte ich kein Wochenende, sondern eine ganze Sommerfrische lang bleiben …

  • Tipp: Zur Ruhe kommen im Landhaus zu Appesbach St. Wolfgang kann man bereits bei einem herrlichen Essen (oder Frühstück). Für externe Gäste nach Voranmeldung über die Homepage bzw. unter Tel. +43 6138 22 09. Küche wie Service waren bei meinem Besuch perfekt! Wer einen Sommertag dafür ins Auge fasst, kann es sich (gegen Aufpreis) auch auf einer Liege am See in einzigartiger Umgebung gemütlich machen. Wer auch bleiben möchte sollte sich nicht (wie ich) auf Buchungsportale alleine verlassen. Manche Highlights sind „Secret Escapes“ und dort gar nicht vertreten.

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