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Litzlberger Keller

Gustav Klimts „Litzlberger Keller“

Nun ist es also zurückgekehrt, ganze drei Wochen lang. Gustav Klimts Bildnis vom „Litzlberger Keller“. Bis 14. Juli, des Meisters Geburtstag, ist es im Klimt-Museum in Schörfling zu sehen. Und verströmt dort auch etwas vom Flair jener Sommerfrische, die Klimt viele Jahre am Attersee zu zahlreichen Gemälden inspiriert hat. Von 1900 bis 1907 logierte er im Bräuhaus in Litzlberg, wo seit 1645 Bier gebraut worden ist. Wer heute die Sommersonne am großen Litzlberger Freibadeplatz genießt, liegt auf den ehemaligen Bräuhaus-Gründen. Von dort aus wandelte der Künstler frühmorgens gerne ins Gerlhamer Moor.

Mit der Übernahme des Bräuhauses durch den Salzburger Braumeister Hofmann begann der Aufschwung der Atterseer Biertradition. Zur Lagerung musste dringend ein Keller errichtet werden. So fuhr man das Seeufer entlang und wurde bei der Anhöhe in Moos – dort wo heute das Traditionsgasthaus Litzlberger Keller steht, fündig. 1870 wurde er gebaut und auch gleich eine Ausschank für die Bierführer eröffnet, die dort am Wochenende Einheimische wie Gäste empfingen. Wie oft Klimt dort selber zugegen war ist nicht überliefert. Klar ist aber, dass er das Bild nicht in seiner Litzlberger Periode, sondern viele Jahre später nämlich 1916 malte. Zu jener Zeit verbrachte er den Sommer im Forsthaus in Weißenbach.

Wer in Schörfling und Seewalchen auf Klimts Spuren wandeln möchte, findet einen gut beschriebenen Rundweg in dem neuen Attersee-Reiseführer „Ausflugs-Erlebnis“. Ausgehend vom Klimt-Zentrum und den neuen Klimt-Gärten in der Marina von Kammer geht es mit lohnenden Blick durch die Allee auf Schloss Kammer über die Agerbrücke nach Seewalchen und der Promenade entlang weiter.

Nach dem Strandbad, bevor die Promenade vor der Villa Paulick rechts nach oben biegt, soll in den nächsten Monaten das sogenannte Kinderbad übrigens in einen Emilie-Flöge-Park verwandelt werden. Der Seeuferstraße entlang geht es bis zum Litzlberger Keller und weiter über Hainiger-Bach ins Gerlhamer Moor, wo Emilie und Gustav bereits auf Sie warten. Dann schlängeln Sie sich durch Gerlham weiter zum See nach Litzlberg auf den Badeplatz und vor jenen Gebäudekomplex, der früher das Bräuhaus war.

Tipp: Ein Besuch im Klimt-Museum in Kammer lohnt auch dann, wenn das Original wieder weg ist. Bis Saisonende führt die Sonderausstellung heuer durch Florale Welten. Infos unter https://www.klimt-am-attersee.at/

Zur Ausstellung geradelt, Gemälde betrachtet, zum Mittagessen in den Litzlberger Keller gefahren

Klimt-Stele vorm Litzlberger Keller
Traditionsgasthaus mit Flair: der Litzlberger Keller in Seewalchen.

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