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Vom Winde verweht – Schneeschuhwandern am Feuerkogel

Helmeskogel Schneeschuhwandern

Schneeschuhwanderer sind eine eigene Spezies. Immer zu einem Tratscherl bereit. Der Sport erlaubt – anders als auf der Piste – Kommunikation im Vorbeigehen. Die Wege führen durch herrliche Winterlandschaften, am Feuerkogel gibt es einige der schönsten Schneeschuh-Strecken im Salzkammergut. Wenn der Wind nicht wäre. Und die zugegebnermaßen Engstelle hinsichtlich Beförderungskapazitäten bei der Auffahrt an einem stark frequentierten Skiwochenende. Dafür ist es aber nahe und familiär.

Beim gestrigen Anstieg durch erstklassige Sturmböen ruft mir eine beherzte 30igerin – offensichtlich schon am Rückweg –  „1 ist windstill“ zu. Also schwenke ich von der Route Alberfeldkogel (mit schönster Aussicht) auf den Helmeskogel um. Und siehe da, wenige Schritte weiter muss die Jacke schon geöffnet werden. Es hat Sonne, Plusgrade, kaum Wind, – ein Hauch von Winterfortschritt liegt in der Luft. Die Stimmung nimmt sprunghaft zu. Schon wandert die Haube in die Seitentasche.

Eine knappe Stunde lang führt der Weg abseits der Skipisten durch romantisch verschneite Hänge, nur die Latschen sind Zeugen und ein paar weitere Schneeschuhwanderer. Drunten im Tal ist der Nebel zäh. Darüber kann man sich vorstellen, wie hier einst der Gletscher Täler grub. Der Feuerkogel gehört zum Höllengebirge und bietet dem stolzen Traunstein am See ein würdiges Gegenüber. Leider war vom See gestern nichts zu sehen.

Auf der Aussichtsplattform des Helmeskogels angekommen lädt mich ein nettes Pärchen auf einen Schluck Sekt aus den mitgetragenen Piccolo ein. Schneeschuhwandern, denke ich mir, ist ein herrlicher Sport. Der Kopf ist frei, der Mensch offen für Begegnungen.

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