Worldwide Salz

Warum Hawaiisalz schwarz ist

Hawaii-Salz

Vor gut zehn Jahren kam ich in der Vorhölle der Gastrokultur im erlesenen Restaurant Johanna Maiers in Filzmoos erstmals mit Hawaiisalz in Berührung. Vorhölle deshalb, weil das Service durch Herrn Maier unter jeder Gastrowürde, das Zwitschern aus dem Vogelkäfig neben unserem Tisch weit über dem Erträglichen und die Musik vom Band unter jedem Niveau lag. Der lukullische Genuss war dadurch stark gemildert, das Hawaiisalz schmeckte wie alle anderen Salze und war offensichtlich Teil eines neuen Trends, erhielt ich doch zum Weihnachtsfest von meiner Schwägerin acht Monate später sowohl ein Glas Hawaii-Salz (schön lava-schwarz) als auch ein Buch über den richtigen Umgang mit unterschiedlichen Salzen.

Nun war ich das zweite Mal in Hawaii am Rande eines Vulkankraters spazieren, hab auf schwarzen Stränden gelegen und hab diesen so herzerwärmenden Spirit der Hawaiianer tief eingesogen. Hawaii – das weiß jeder, der einmal dort war – lässt einen nicht mehr los. Es macht süchtig, weil es mit nichts vergleichbar, aufregend neu und sowieso völlig anders ist, als erwartet. Wer auf Big Island an einem Tag elf der weltweit 13 Klimazonen durchfahren hat, weiß, wovon ich spreche.

Die Blumenkränze werden einem übrigens hier nicht überreicht, sondern holen sich Touristen aus überteuerten Selbstbedienungs-Kühlschrank-Automaten, weil sie einem Klischee entsprechen wollen. Und Bier gibt es in großer Auswahl an allen Ecken und Enden. Das Salz auf Hawaii, das muss aber einmal gesagt werden, ist ausnahmslos weiß. Im Restaurant genau so, wie im Grocery Store. Wie es Meersalz eben ist. Hawaiisalz ist Meersalz und wird für uns Europäer von findigen Geschäftsmenschen mit Aktivkohle schwarz eingefärbt.

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