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Vom Winde verweht: auf der Kulmspitze

Auf der Kulmspitze über den Mondsee schauen

Aussichtswarten sind groß in Mode. Sogar ein Aussichtswartenführer ist schon erschienen. Eine kleine Neuauflage wäre gut, allein im Salzkammergut sind einige dazugekommen. Vor wenigen Tagen zog es mich Richtung Mondsee auf die Kulmspitze, auch dort steht ein neuer, 24 Meter (insgesamt sogar 28,4 Meter) hoher Aussichtsturm. Der Weitblick ist sensationell, dank viel Glas hält man auch starke Sturmböen gut aus. Eröffnet wurde das neue Wahrzeichen im Herbst vor zwei Jahren und schloss damit an eine Tradition an, die auf die Gründung der Alpenvereinssektion Mondsee 1874 zurückgeht. Bereits damals wurde eine Eingabe an die k. k. Forstverwaltung „wegen Gestattung der Herstellung eines Fußsteiges zur Spitze und Aufstellung eines Aussichtsthurmes mit allenfalls verbundener Ausrodung von Waldflächen, welche die Aussicht beschränken oder hindern“ gemacht. 

Durch den Wald auf die Kulmspitze

Durch den Wald in die Höhe.

Das letzte Viertel auf der Forsstraße zur Kulmspitze

Eine Verlängerung, die es wert war!

 

 

 

 

 

 

Zwei Jahre später waren Fußsteig und Aussichspyramide fertig, 30 Jahre später musste sie aufgrund der Baufälligkeit wieder abgetragen werden. Da die Bundesforste 2018/2019 aufgrund vieler Waldschäden eine Forststraße auf den Kulm errichteten, ergriffen die Gemeinden Innerschwand und Oberwang die Initiative, einen neuen Aussichtsturm aus Holz und Stahl zu errichten.

Die Kulmspitze ist von Mondsee, Innerschwand und Oberwang zu erreichen, ich hab mich am Freitagnachmittag für den kürzeren Weg von Oberwang entschieden. Start ist der Holzstoß in der letzten Kurve vorm Gasthof Kulm (vom Ortszentrum gut beschildert) von dort geht es geradeaus in den Wald hinein, und bestens beschildert in die Höhe. Es sind etwa 370 Höhenmeter, die liegen aber dicht beieinander, man kommt durchaus ein bisserl ins Schwitzen.

Der Aussichtsturm auf der Kulmspitze

Die letzten Meter lohnen den Ausblick.

Geschützt auf der Kulmspitze

Windgeschützt hinter Glas

 

 

 

 

 

 

Ausgestattet war ich mit Schneeschuhen, die mir im oberen Drittel hervorragende Dienste leisteten. Weil der Schnee so schön war, ging ich den letzten Anstieg nicht über den Waldsteig, sondern der frisch verschneiten Forststraße entlang. Es ist zwar wegen des Rundbogens wesentlich länger, aber in der weißen Pracht ein unvergleichlich entschleunigendes Erlebnis. 

Gehzeit: ca. 1,5 Stunden (mit der längern Version im letzten Teil).

Genauere Infos über die Historie am Kulm und Doku zum aktuellen Aussichtsturm gibt es auf der Seite des Tourismusverbandes Mondsee – Irrsee.

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